*** Aus der Geschichte des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen ***

Als Anfang der 50er Jahre immer mehr Heimatvertriebene aus dem Mittleren Donauraum auch nach Nordrhein-Westfalen kamen, erkannten vorausschauende Männer und Frauen die Notwendigkeit zur Gründung einer Vereinigung. So entstand im März 1952 der Landesverband Nordrhein-Westfalen. Man gab sich eine Satzung und wurde beim Amtsgericht Dortmund unter der Nr.: VR 925 mit dem Namen "Landsmannschaft der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen e.V.- Landesverband" in das Vereinsregister eingetragen. Die Satzung wurde dann 1956 wegen vereinsinterner Umstrukturierung umgeschrieben und erhielt die Nr.: VR 1591, unter der der Verein auch heute noch geführt wird. Den Landesverband führten jeweils als Vorsitzende:
  1. Georg Leinenweber
  2. Peter Tasch 1959 - 1969
  3. Anton Schira 1969 - 1990
  4. Peter Flanjak ab 1990

Der erste Vorstand des Landesverbandes

Der neue Verein wurde von den ankommenden Landsleute gerne angenommen. Sie erkannten alsbald dass sie hier wahre Hilfe und aufrichtige Ratschläge bekamen und das auch noch in heimischer Mundart und vertrauten Klänge. Im Laufe der folgenden Jahre wurden 18 Ortsvereine mit über 2500 Mitglieder als Untergliederungen des Landesverbandes gegründet. Es wurde auch gute Arbeit geleistet. Unzählige Dokumente wurden aus der ungarischen, rumänischen und serbo/kroatischen Sprache ins Deutsche übersetzt. Anton Gerhardt, Landessozialwart und Vorsitzender des Kreisverbandes Hagen hat in den 60er Jahren einen Musterprozeß bis vor das Bundesverwaltungsgericht geführt und gewonnen. So, dass auch Minderjährige den Status der Internierung zuerkannt bekamen. Im Laufe der 90er Jahre flachte die Konjunktur in Deutschland ab. Die Kommunen hatten immer weniger finanziellen Spielraum. Die Zuschüsse wurden geringer und blieben letztlich ganz aus. So mussten sich auch die Landsmannschaften neu orientieren. Bei der Landesdelegiertenversammlung am 24. Februar 2002 in den Ostdeutschen Heimatstuben in Iserlohn-Letmathe wurde beschlossen, unsere Satzung dem neuen Steuerrecht anzupassen und die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Am 13. März 2002 hat das Finanzamt Iserlohn uns die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Nun können wir für unsere Kulturarbeit Spenden sammeln und dafür Spende-Quittungen ausstellen, die der Spender bei seiner Steuerklärung geltend machen kann. Auf dieser Grundlage und mit Unterstützung unserer Mitglieder hoffen wir, auch die kommenden Jahre wirtschaftlich zu überstehen. Heute hat der Landesverband nur noch drei Kreisverbände, Iserlohn, Solingen und Recklinghausen mit insgesamt rund 400 Mitglieder. Aber der Landesverband NRW stellt mit Peter Flanjak einen stellvertretenden Bundesvoritzenden, mit Josef Hentschke den Vorsitzenden des Ehrenrates im Bundesverband und mit Helmuth Fuhro einen Bundesjugendwart. Man könnte fast sagen: "klein aber fein".


Nachfolgend der amtierende Landesvorstand:

Peter Flanjak Vorsitzender, Iserlohn
Helmut Fuhro Stellvertreter Sprecher der Rumäniendeutschen / Pressesprecher, Iserlohn
Franz Wesner Stellvertreter Sprecher der Ungarndeutschen, Dortmund
Franz Fuss Geschäftsführer, Iserlohn
Agnes Keller Landeskassenwart, Iserlohn
Josef Hentschke Sozialwart, Solingen
Mathias Mavric 1. Kassenprüfer, Solingen
Katharina Tschich 2. Kassenprüfer, Recklinghausen
Maria Dewart Beirat, Solingen
Hans Mayer Beirat, Recklinghausen