*** Geschichte des Kreisverbandes Iserlohn ***

Am 10. Juni 1952 wurde der Landesverband der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen gegründet und unter der Nummer 925 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dortmund eingetragen. Vier Wochen später, am 10. Juli 1952, folgte dann der Kreisverband Iserlohn. Er wurde unter der Nummer 1068 als erster Kreisverband der Landsmannschaft der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen in das Vereinsregister eingetragen. Die Gründungsmitglieder waren damals: Paul Huber, Mathias Sabath, Mathias Pfeiffer, Michael Roos, Karl Schulte und andere. Diese Herren bildeten auch den ersten Vorstand des Kreisverbandes Iserlohn.


Der erste Vorstand des Kreisverbandes Iserlohn

Die neue Landsmannschaft entwickelte sich gut. Der Kreisverband Iserlohn wuchs in den folgenden Jahren auf über 300 Mitglieder. Es gab ja auch unendlich viele Probleme, die es zu bewältigen galt. Die Männer, sofern sie das Glück hatten, den Krieg zu überleben, kamen aus der Kriegsgefangenschaft. Die Frauen und Kinder, die die Vernichtungslager Jugoslawiens, die Deportation in die Baragansteppe Rumäniens oder die Zwangsarbeit in den Bergwerken Sibiriens überlebten, trafen in den verschiedenen Durchgangslagern wie Friedland, Freilassing, Aurich u. a. ein. Von hieraus wählte man seine neue Heimat. Meist geschah dies im Zuge der Familienzusammenführung oder man wurde einer beliebigen Gemeinde oder Stadt zugeteilt. So oder so ähnlich kamen auch die über 400 Familien Donauschwaben nach Iserlohn. Hier wurden sie in Notunterkünfte untergebracht, zum Beispiel in den Turnhallen auf der Alexanderhöhe und an der Schulstraße, die mit Stellwänden oder aufgehängten Decken in winzige Quadrate aufgeteilt waren, in denen jeweils eine Familie logierte. Oder die Familien wurden im alten Finanzamt an der Baarstraße, im Bürgergarten oder am Tannenweg untergebracht.
"Ich habe als 24-jähriger über ein Jahr lang mit meiner Mutter und meinem Großvater in der Notunterkunft "Am Tannenweg 17", erste Etage, in einem 12 qm großen Raum gelebt. Ich habe Wechselschicht gearbeitet, 12 Stunden am Tage und 12 Stunden nachts. Wenn ich Nachtschicht hatte, mußte ich am Tage schlafen, meine Mutter mußte kochen und den täglichen Haushalt erledigen und der Großvater war ja auch noch da. Und das alles in einem 12 qm großen Raum. Auf unserer Etage waren acht solcher Räume. Beim rechten Nachbar lief das Radio, der Linke stritt mit seiner Frau. Im Flur tobten die Kinder die Treppe rauf und runter und knallten die Türen, daß Tote erwachten, ich aber sollte schlafen. Trotz alldem ist keiner von uns auf die Idee gekommen, sich wegen irgendwelchen Unzulänglichkeiten oder mangelndem Komfort zu beklagen. Denn alles, was wir vorher in den Vertreiberländern und in den Gefangenenlagern erlebt hatten, war tausendmal schlimmer."
Deshalb waren die Neuankömmlinge froh, daß es die Landsmannschaft der Donauschwaben in Iserlohn gab, an die sie sich mit ihren Sorgen und Nöten wenden konnten. Denn irgendetwas fehlte jedem. Meist waren es die persönlichen Dokumente. Entweder waren sie unvollständig, in einer fremden Sprache abgefaßt oder sie fehlten ganz. Und die Landsmannschaft und ihre Funktionsträger halfen. Sie halfen den Landsleuten beim Ausfüllen der unzähligen Formulare oder bei übersetzungen, man vermittelte Zeugen für eidesstattliche Erklärungen und man begleitete die verschüchterten Landsleute bei den gefürchteten Behördengängen. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang auch die Frauen der Funktionsträger der Landsmannschaft. Denn alle die genannten Aktivitäten spielten sich ja in den Privatwohnungen ab. Wenn um 22 Uhr oder um 23 Uhr der letzte Hilfesuchende zufrieden gegangen war, sah die Wohnung entsprechend aus. Aber die Hausfrau brachte wieder alles ohne zu klagen in Ordnung. Danke.
Ein sehr großes Problem war, die Landsleute mit passendem Wohnraum zu versorgen. Ein wesentlich kleineres Problem war damals, Anfang der 50er Jahre, die Suche nach einem Arbeitsplatz. Die Wirtschaft blühte. Das Wirtschaftswunder entstand. Es herrschten fast paradiesische Zustände auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Und unsere Landsleute waren einsatzwillig, leistungsbereit und ausgehungert nach Anerkennung. Denn, egal wo sie vorher lebten, in Ungarn, Rumänien oder in Jugoslawien, waren sie unterdrückt und in ihrer Entfaltung beeinträchtigt. Das Erlebnis zweier Landsleute beim Arbeitsplatzsuchen sei hier als Beispiel erwähnt. Sie bewarben sich bei der Firma "Heinrich Schulte & Söhne" in der Iserlohner Heide um eine Anstellung als Schlosser. Beim Vorstellungsgespräch sagte der Chef: "Was, Ihr seid Volksdeutsche aus dem Banat? Habt Ihr Freunde oder Bekannte? Alle mitbringen. Die stelle ich alle ein." Zur Erklärung: Er hatte schon zwei Donauschwaben beschäftigt und war außerordentlich zufrieden mit ihnen. Die Bemerkung "Zwanzig Donauschwaben beschäftigen und Du wirst unweigerlich Millionär" war wohl mehr als Scherz gemeint. So waren die Tage mit hektischer Betriebsamkeit ausgefüllt. Immer auf der Suche nach Wohnung, Arbeit und jede Menge überstunden. Mann wollte sich halt etwas schaffen. Aber gleichzeitig wuchs auch das Bedürfnis nach Gemeinsamkeit. Und wieder war die Landsmannschaft gefordert. Als Versammlungs- und Veranstaltungslokal wurde das katholische Vereinshaus an der Luisenstraße gewählt. Man organisierte Zusammenkünfte und plante Veranstaltungen, z. B. das Kirchweihfest.


Erstes Kirchweihfest 1954, Versteigerung des Straußes

Später kamen noch der Tanz in den Mai, Karneval und die Weihnachtsfeier hinzu. Anfang 1955 wurde die erste Trachten- und Kindergruppe gegründet. Man trug Volkstänze, Volkslieder und Mundartgedichte vor, und begann schon damals in der neuen Heimat unsere alten Sitten und Bräuche zu pflegen.


Weihnachtsfeier 1956, Marlene Heggemann

Am 5. Mai 1955 weilte unser Heimatdichter Hans Wolfram Hockel in Iserlohn. Er gestaltete einen literarischen Abend im katholischen Vereinshaus und begeisterte seine Zuhörer mit seinen Geschichten und Gedichten, viele in donauschwäbischer Mundart vorgetragen, über alle Maßen. Der Iserlohner Kreisanzeiger brachte einen sehr lobenden Artikel über die Veranstaltung unter der überschrift "Das Hohelied der Heimat erklang." Die Vorfahren Hans Wolfram Hockels sind aus Berghausen im Sauerland in das Banat ausgewandert. In Berghausen gibt es noch heute den Hockel-Hof, auch ein Donauschwabenschicksal.


Die erste Fahne wird 1956 geweiht

Am 5. August 1956 haben die Donauschwaben ihre Fahne geweiht. Es war die erste Donauschwaben-Fahne in Nordrhein-Westfalen und die dritte in der Bundesrepublik Deutschland. Geweiht wurde die Fahne von Pfarrer Dr. Löer in der Aloysiuskirche in Iserlohn. Die Fahnenpatin ist Frau Ida-Maria Tasch. Bei der anschließenden Feier im großen Saal des katholischen Vereinshauses konnte der Vorsitzende des Kreisverbandes Iserlohn, Paul Huber, neben seinen Landsleuten die Vertreter der Orts- und Kreisverbände Hagen, Soest, Dortmund, Remscheid, Solingen, Duisburg, Waltrop und Oberhausen begrüßen. Besondere Grüße richtete Paul Huber an den Ehrenbürger der Stadt Iserlohn, Herrn Fritz Kühn, den Vertreter der Stadt Iserlohn, Herrn Walter Zielke, den Vertreter des Landkreises, Herrn Kreiskämmerer Beume sowie die ostdeutsche Landsmannschaften. Die Festansprache hielt der Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Donauschwaben, Oberstudiendirektor Herr Peter Tasch aus Menden. Die Fahne kostete damals 395 DM. Bei einem Handwerkerstundenlohn von 1,10 DM waren das 359 Arbeitsstunden. Bei einem heutigen Handwerkerstundenlohn von 15 EUR wären das 5385 EUR.


Der Vorstand im Jahre 1962: Franz Lambert, Mathias Pfeifer,
Ernst Effler, Alexander Hajdu, Leopold Baki, Franz Reinwald,
Mathias Sabath, Peter Flanjak, Anton Wild sen., Josef Zapski,
Anton Müller, Herta Windbacher, Franz Trampus

Anfang des Jahres 1961 gab Paul Huber den Kreisvorsitz an Karl März ab. Bei den nächsten Vorstandswahlen Anfang 1962 wurde Franz Lambert zum neuen Vorsitzenden des Kreisverbandes Iserlohn gewählt. In diese Zeit, so um Februar 1959, fällt auch die Gründung der zweiten Trachtengruppe des Kreisverbandes Iserlohn. Im Laufe der Zeit wechselten die Veranstaltungslokale, weil sie immer wieder zu klein wurden, nicht frei waren oder aus sonstigen Gründen. Vom katholischen Vereinshaus an der Luisenstraße, das war da, wo heute die Deutsche Bank und die Stadtsparkasse stehen, über "Pluge" in der Wasserstraße, "Zum Feldwebel" am Grüner Weg zu "Haus Leisgen" an der Alexanderstraße. Später, auch weil sich die Wohnkonzentration der Donauschwaben in Iserlohn immer mehr in die neuen Stadtteile Nußberg und Gerlingsen verlagerte, kamen wir zu "Sommer" in der Bremke.


Musikkapelle gegründet 1960

Anfang der 60er Jahre wurde eine eigene Kapelle gegründet, sie spielten fortan bei allen Festen der Iserlohner Donauschwaben. Die Veranstaltungen bei "Sommer" waren sehr beliebt, bei uns Donauschwaben und auch bei vielen Altiserlohnern. Und das, obwohl in den 60er Jahren in Iserlohn viel geboten wurde. Da waren jeden Samstag Tanzveranstaltungen mit Live-Kapellen im "Buchenwäldchen", heute Tanzschule Tuschen, im "Cafe Central" (CC) am Alten Rathausplatz, bei "Kopelschläger" in der Mühlenstraße, bei "Hübner" Ecke Unnaer Straße / Am Dicken Turm, bei "Feldwebel" am Grüner Weg und natürlich bei "Sommer" in der Bremke. Außerdem gab es noch jährlich einige Großveranstaltungen, zum Beispiel Silvesterball in der Parkhalle mit der Bigband Curt Edelhagen oder Max Greger, zu Eintrittspreisen von damals 20 DM bei einem Handwerkerstundenlohn von 5 DM. Und die Parkhalle war jedesmal ausverkauft. Der erste Heimattag der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen, anläßlich des 10jährigen Bestehens der Kreisverbände Hagen und Iserlohn fand im August 1962 in der Parkhalle auf der Alexanderhöhe in Iserlohn statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Es waren alle 16 Kreis- und Ortsverbände des Landes Nordrhein-Westfalen mit Delegierten und vielen Gästen vertreten. Den musikalischen Rahmen gestaltete die sehr beliebte Siebenbürger Blaskapelle aus Herten-Langenbochum. Die Festansprache hielt der Landesvorsitzende Oberstudienrat Peter Tasch aus Menden. Die Donauschwäbische Tanz- und Trachtengruppe Iserlohn verlieh der Veranstaltung mit ihren Darbietungen einen feierlichen Akzent.


Festgäste bei der Fahnenweihe der zweiten Fahne v.l.n.r.:
Rudolf Mangold, Peter Bokschan, Peter Flanjak, Martin Hornung,
Otto Batisweiler, Robert Mangold,Peter Mergl, Ernst Effler,
Franz Lambert, Franz Reinwald, Edel Einert, Günter Einert,
Günter Einert, Alexander Hajdu, Jakob Wolf und Franz Trampus

Im Jahre 1965 wurde die Iserlohner Donauschwaben-Fahne an den Landesverband ausgeliehen und kam nie wieder zurück. Bis heute ist ihr Verbleib ungeklärt. So mußten die Iserlohner Donauschwaben ein zweites mal eine Fahne anschaffen. Sie wurde am 9. Juni 1967 bei der Firma Vormann in Iserlohn gekauft. Diese Fahne kostete 770 DM. Sie befindet sich heute noch in unserem Besitz und wird von unserem Fahnenwart, Johann Keller, bestens gepflegt. Wir führen ein Fahnenbuch, worin alle Einsätze der Fahne registriert werden, damit sich ein neuerlicher Verlust nicht wiederholen kann. Diese Fahne wurde am 14. September 1967 in der St. Hedwigskirche am Nußberg von Pastor Miksa geweiht und am 15. September im Rahmen des zweiten Heimattages der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen in der Parkhalle in Iserlohn der öffentlichkeit vorgestellt. Die Fahnenpatin dieser Fahne ist Frau Edel Einert, die Frau des damaligen Oberbürgermeisters von Iserlohn und späteren Landtagsabgeordneten und Wirtschaftsministers von Nordrhein-Westfalen, Herrn Günter Einert. Die Festansprache bei diesem Heimattag hielt unser Heimatdichter und damalige Bundesgeschäftsführer, Jakob Wolf, aus Stuttgart. Für die musikalische Umrahmung war wieder die Siebenbürger Blaskapelle aus Herten-Langenbochum engagiert worden. Die Iserlohner Trachtengruppe erfreute die vielen Gäste mit ihren schönen Darbietungen.


Zweite Fahne des Kreisverbandes mit der Fahnenpatin Edel Einert

Dieser zweite Heimattag war das vorläufig letzte Großereignis bei den Iserlohner Donauschwaben. Die ärgste Not des Neuanfangs war bewältigt. Man hatte eine Wohnung, Arbeit und einiges Kapital angesammelt. Die Landsleute fingen an, Baugrundstücke zu kaufen, Häuser zu kaufen oder zu bauen. Es wurden Autos gekauft und Urlaubsreisen getätigt, auch ins Ausland, auch in die alte Heimat. Man war eben vollständig in den Wirtschaftskreislauf von produzieren und konsumieren eingebunden. Für die bisher so geliebte und gepflegte Gemeinschaft der Landsmannschaft der Donauschwaben blieb keine Zeit mehr. Der Spruch "Wir sind nun hier zu Hause, lassen wir die Vergangenheit doch ruh'n", machte die Runde unter den Landsleuten. Die mahnenden Hinweise der Funktionsträger der Landsmannschaft, daß wir außer den persönlichen Interessen auch noch Verpflichtungen gegenüber unserer Geschichte und den 100.000-fachen unschuldigen Opfern unserer Volksgruppe haben, blieben unbeachtet.


Maifeier in Letmathe 1965

Am 21. Juli 1973 starb plötzlich und unerwartet der Vorsitzende des Kreisverbandes Iserlohn, Franz Lambert. Zu seinem Nachfolger wurde Ernst Effler gewählt. Und es wurde still und stiller bei den Donauschwaben in Iserlohn. Der einst große und beispielhaft Kreisverband schrumpfte unter 20 Mitglieder. Jegliche Aktivitäten waren erloschen. Dann erkrankte auch noch Ernst Effler schwer. Sein Stellvertreter und damalige Geschäftsführer des Kreisverbandes, Peter Flanjak, rief am 14.Februar 1987 eine außerordentliche Versammlung ein. Die Einladung erging an alle ehemaligen Mitglieder des Kreisverbandes. Von den über 120 erschienenen Landsleuten antworteten auf die Frage "Auflösen oder Weitermachen ?" 98 % mit "Weitermachen". Am 24 .April 1987 fand dann eine Jahreshauptversammlung statt und es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Und von da an ging es mit dem Kreisverband Iserlohn wieder aufwärts. Wir haben unsere rückständigen Beträge beim Bund der Vertriebenen (BdV) beglichen und wurden wieder in die Gemeinschaft aufgenommen.


Abordnung des Kreisverbandes bei der 750 Jahr-Feier der Stadt Iserlohn

Im Juli 1987 feierte die Stadt Iserlohn den 750. Jahrestag ihres Bestehens. An den Feierlichkeiten beteiligten sich auch die Iserlohner Donauschwaben aktiv. Beim großen Festumzug trugen Anna und Siegfried Seiler sowie Jutta Dirkling und Wolfgang Hüttel die Trachten, die Fahne und das Schild der Donauschwaben.Aus Dankbarkeit für die Aufnahme von 24.000 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen, das sind 25% der Einwohner Iserlohns, hat der Bund der Vertriebenen (BdV) Iserlohn, dessen Mitglied auch die Landsmannschaft der Donauschwaben ist, der Stadt Iserlohn eine Gedenktafel gestiftet. Die Tafel, ein Bronze-Relief auf grünem Marmor, ein Werk des Siebenbürger Künstlerehepares Alexander und Emöke Navai. Sie ist in Iserlohn entstanden, ist 140 x 100 cm groß und zeigt im Mittelteil das Leiden und sterben der Vertriebenen auf der Flucht. Die Bauwerke im rechten oberen Teil tragen den Sinnspruch von Johann Wolfgang von Goethe: "Manches Herrliche der Welt ist im Krieg und Streit zerronnen. Wer beschützet und erhält hat das schönste Los gewonnen." und soll auf die Kultur in den Vertreibungsgebieten hinweisen. Der untere Teil enthält auf der Schrifttafel die Aufschrift: "Nach 1945 fanden wir in Iserlohn der Anfang zu neuem Leben. Unser Dank an die Bürger der Stadt Iserlohn." Die Gedenktafel ist umrahmt von den 13 Wappen der im BdV aktiven Landsmannschaften. Angebracht im Foyer des Rathauses der Stadt Iserlohn, soll sie an das Leben und Leiden der Vertriebenen erinnern und die Menschen auf die Schrecken eines jeden Krieges und seine unmenschlichen Folgen eindringlich und nachhaltig hinweisen. Sollte die Tafel die Besucher des Rathauses zum verweilen anregen und die Menschen zum nachdenken veranlassen, dann hat die Stiftungsaktion ihren Sinn erfüllt. Die finanzielle Beteiligung an den Herstellungskosten der Gedenktafel war nur Dank großzügiger Spenden unserer Mitglieder möglich. Darauf sind wir heute noch stolz und sagen an dieser Stelle allen Spendern noch einmal: Danke


Kirchweifest 1991 im Weingarten

Und es wurden wieder Feste veranstaltet, die auch besucht wurden. Zum Beispiel das dritte Landestreffen der Donauschwaben in Nordrhein-Westfalen am 13.Juni 1992 in der Heidehalle in Iserlohn. Schirmherren dieser Veranstaltung waren der Minister für Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Herr Hermann Heinemann aus Iserlohn und der Bürgermeister von Iserlohn, Herr Fritz Fischer. Den Festgottesdienst in der St. Josefskirche gestaltete unser Landsmann Prälat Johannes Urich, Domkapitular in Speyer, geboren in Filipowa in der Batschka in Jugoslawien. Die Festansprache hielt der stellv. Bundesvorsitzende, Josef Jerger, aus Ludwigshafen, geboren in Apfeldorf im Banat. Weitere Ehrengäste waren die Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg Stefan Sehl, Rheinland-Pfalz Josef Jerger, Berlin-Brandenburg Franz Mojse, stellv. Landesvorsitzender aus Hessen Franz Strinja und Josef Welbl, Vertreter der HOGs im Bundesvorstand. Das kulturelle Programm gestalteten die Trachtengruppen aus Sindelfingen und Iserlohn. Zum Tanz spielten die "Donauschwäbischen Musikanten Keller-Loris" aus Haßloch in der Pfalz.Mit über 400 Gästen aus ganz Nordrhein-Westfalen, darunter unsere Freunde vom Kreisverband Solingen mit Joschi Lieb, aus Hagen mit Toni Gerhardt, aus Recklinghausen mit Toni Mayer und aus Düsseldorf mit Barbara und Reinhard Gaug, war die Halle voll.
50 Jahre sind vergangen, der Kreisverband Iserlohn umfaßt zur Zeit ca. 170 Mitglieder. Einige sind bereits seit den Anfängen dabei und uns all´ die Jahre, die nicht immer nur Sonnenschein brachten, treu geblieben. Andere haben im Laufe der Zeit zu uns gefunden und pflegen mit uns unsere unverwechselbare Tradition. Herzlichen Dank an alle an dieser Stelle für Ihre Treue.