Fünfzig Jahre sind vergangen,
seit wir von dem Ort gegangen,
der uns Heimat, der uns lieb,
weit, so weit man uns vertrieb.

Alles hat man uns genommen,
Armut hat uns überkommen.
Jenen, die zurück geblieben,
war das schwerste Leid beschieden.

Unsere Wehen wurden Narben.
Unsere Lieben, die dort starben,
tragen wir in unseren Herzen,
ehren sie im Schein der Kerzen.

Ja die Donau fließt noch immer,
Tag und Nacht im selben Schimmer,
nach dem Süden, in das Meer,
doch das Tal, das ist jetzt leer.

Deutsche, die sie einst getragen
Auf den Schachteln, "Donauschwaben",
sind dem Tale längst entschwunden,
ihrer tausendfachen Wunden.

Und das Tal hat es vernommen,
dass die Schwaben nicht mehr kommen;
ihre Heimat sie stets ehren,
doch zurück sie nicht mehr kehren!


Catherine Grosskopf
        

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